Freitag Morgen 8:30 Hallenbad Münstertherme.
Herzlich willkommen bei den diesjährigen Rentnertriathlon. Packt eure schönsten Blümchenbadekappen ein, hier kommt das Milchmädchen.
Erste Disziplin: Rentnerslalom-Schwimmen.
Zweite Disziplin: Rentnerversenken.
Dritte Disziplin: Dauermeckern.
Archiv-Seite 2
Heute mal wieder das Neuste aus der Büdchenwelt. Wir sind immer noch in Düsseldorf Derendorf und ich möchte euch dieses Prachtstück vorstellen. Das Büdchen hat eigentlich alles was ein Büdchen haben soll, eine große Auswahl an Getränken und Zeitschriften, außerdem Lebensmitteln und frische Backwaren und das alles zu annehmbaren Preisen. Der Besitzer ist nett und immer für ein Plausch bereit. Also nur hin. Mein Urteil: Daumen hoch.
Heute präsentiere ich in meiner Reihe “Büdchen von Düsseldorf” das erste Büdchen. Diesmal habe ich mich in Derendorf rumgetrieben und dieses Schmuckstück aufgegabelt. Es sieht von außen etwas ramschig aus, aber der äußere Schein trügt nicht. Was man auf dem Bild nicht erkennen kann, sind die Ständer mit den neuesten Mitteilungen der Bild und des Düsseldorfer Express‘. Neben dem Riesencornetto sind noch ein paar ausgebleichte Eiskarten, die mit ihrem jämmerlichem Anblick einen überdeutlich daran erinnern, dass der Sommer längst vorbei ist.
Nach einigem Zögern habe ich mich schließlich doch rein getraut. Und wie bereits erwähnt, ich wurde nicht positiv überrascht. Das Büdchen hat den Hygienefaktor einer Fünf-Männer-WG. Sie verkaufen neben Zeitschriften, Zigaretten und Getränken außerdem Lebensmitteln. Ich erwähne es lediglich, ich rate nicht, da einkaufen zu gehen. Die Tiefkühltruhe ist voll mit undefinierbarem Zeug, Zumindest das, was ich unter der dicken Eisschicht noch erkennen konnte.
Alles in allem, für Kippen reicht es, für ein Bierchen geht es auch noch durch, aber mehr würde ich mir da nicht holen.
Ab heute starte ich meine lang geplante Serie auf diesem Blog. Es ist eine Ode an all die kleinen Versorger, ohne die meine Stadt, Düsseldorf, überhaupt nicht überlebensfähig wäre. Es sind die Büdchen. Jetzt weiß vermutlich keiner der nicht aus Düsseldorf kommt mit dem Begriff was anzufangen, deshalb kläre ich mal kurz auf. Ein Büdchen oder Trinkhalle oder Kiosk ist ein Verkaufsstand für Wasser, alkoholische und nichtalkoholische Getränke und Dinge des sofortigen Bedarfs wie Tabak, Süßwaren (und ähnliche Genussmittel), Lebensmittel und auch Medien. Viele Trinkhallen dienen zugleich als Annahmestellen für Lotto und Toto und verkaufen Zeitungen oder Zeitschriften sowie in eingeschränktem Maß Fahrscheine für den Öffentlichen Personennahverkehr.
Heute bin ich einer ehemals besten Freundin über den Weg gelaufen. Es war komisch, ich meine jeder kennt es bestimmt, es ist fast als ob man einem Ex begegnen würde. Und dann fängt man an sich Gedanken drüber zu machen ob man gut genug grade aussieht, ob man genug im Leben erreicht hat und da mithalten kann, ohne als der absolute Versager auszusehen. Sie spielte demonstrativ mit ihrem Fettenauto-Schlüssel und ihrer Fettezutrittskarte-für-Fettesunternehmen. Naja das einzige was ich hatte, war ein roter Pünktchenregenschirm, und zum ersten mal seit langer Zeit, dachte ich nur “WOW ich bin einfach cool”. Und sie ist die gleiche unausstehliche Person wie vor 12 Jahren. Zur Hölle mit ihr.

naja zumindest in Bocholt,was so gesehen ja kein großer Verlust ist. Die Weltstadt Bocholt, wer kennt sie nicht, komischerweise immer mit dem Zusatz “ist das überhaupt noch Deutschland” oder “oh Gott da ist ja wirklich nix”. Ja ja Bocholt und seine Bewohner. Hat ziemlich viel mit der Area 51 gemeinsam. Die Existenz wird stets angezweifelt oder eher verdrengt und hier laufen auch recht skurrile Gestalten rum. Zich Generationen der Blutschande, werden hier täglich auf den Straßen merklich sichtbar. Dann entstehen solche Konversationen wie “denke mit der dritten Rippe von oben, rechte Körperhälfte. es ist nicht dasselbe wie ein Gehirn, reicht aber zum busfahren”. Ich meine wie soll da auch frisches Blut reinkommen. Die Stadt ist wie das hässliche Kind, alle meiden es, außer die Eltern, die nicht anders können als es inbrunstig zu liebe. So auch die Bocholter, sie lieben und leben ihre Stadt, und eine kleine Stimme der Barmherzigkeit sagt in mir “hoffentlich bleibt die Stadt bestehen und ist weiterhin ein würdiger Zufluchtsort für alle die hier leben möchten.”
Welt, heute ist der zweite Tag an dem ich den stolze besitzer eines Blogs bin. Meine Eltern könnten nicht stolzer auf mich sein. Vergiss den Hochschulabschluss, hauptsache du kannst die Welt an deinem Leben partizipieren lassen. Naja ich bedanke mich an dieser Stelle an meinem Leser.




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