Archiv für März 2011

Neues vom Spocht

Heute ist es wieder soweit. Ich treffe gleich auf meinen osteuropäischen Drillinstructor. Nicht schlimm genug dass ich jedes mal wenn ich fertig bin, heimlich in der Umkleide weine, seit letzter Woche hat er sich was neues ausgedacht, wie er mich auch die restliche Zeit bei Laune hält. Ich habe ein Schrittzählapparillo bekommen, was jede meiner Bewegungen und ihre Intensität spießig genau aufnimmt, und wieder gibt wie viel Kalorien ich so verbrauche. Seit dem lebe ich in ständiger Angst, sehe Fitnessstudio-Klitschko vor mir, mit erhobenem Finger sagen “na das kann Du aber noch ein bisschen schneller” und laufe wie eine gesenkte Sau durch die Gegend. Jeder bissen muss erst mal verdient werden, bevor er verzehrt werden darf. Ich sage nur Big Brother lässt grüßen.

Was ist hier los

Ja hören die Hiobsbotschaften für den Bildleser dieses Jahr gar nicht mehr auf. Erst die Abdankung von KT, dann die Erhöhung der Spritpreise wegen der Nichtabdankung von Libyens [und ich sage immer noch Lübien] Machthaber Gaddafi , dann die Angst vorm verstrahltem Sushi und drohende Strompreise wegen ein paar Ökos und jetzt DAS. Knut ist tot. RTL filmte die Verzweifelten Gesichter der Knutzfans. Jeden Tag sind sie in den Zoo gegangen, weil Knut das einzige war, was ihnen noch Freude bereitete, da waren sie auch bereit 50% ihres HarzIV für zu opfern. Was gab es schöneres als einem “sozial” verstörtem Tier beim kacken zu zugucken. Aber jetzt wo “Bit Brother” in die 11. Runde geht, ergibt das Leben der Knut-Fans wieder einen Sinn. Sie können wieder A-Soziale Wesen in einem Käfig beobachten, und sie müssen dafür nicht mal Eintritt zahlen.
Ich freue mich schon auf “Menschen 2011″, Knut wird bestimmt dabei sein.

Kommen wir zum Spocht….

… ich habe es tatsächlich gewagt und mich bei einer Fitness-Studio-Kette angemeldet. Aber keine Sorge nicht die, bei der jeder ukrainischer Boxer Werbung machen kann, sondern was edles. Und da ist auch bei dem Willkommens-Packet ein Personal Trainer inkusieve. Ich hatte mit meinem Trainer wirklich Glück. Vladimir ist ein ehemaliger Osteuropäischer Boxer und finanziert seit Medizinstudium als Personal Trainer. Welch ein Glück für mich. Von modischen Fitnessgeräten hält der fleischgewordene Alptraum nichts, es werden gemäß Oldschool Medizinbälle durch die gegen geschwungen, unter 50 Kniebeugen komm ich da nicht weg und er kennt nur Gewichte, die sich im zweistelligem Kilobereich befinden. Man hab ich ein Glück. Ich fühle mich so vital und lebhaft. Jeden morgen entdecke ich immer wieder eine neue Stelle am meinem Körper die tierisch weh tun kann, seit einem Tag kann ich wieder aufrecht gehen ohne mich am Rücken fest zu halten und vor Schmerz zu stöhnen. Man hab ich ein Glück. Und was ist der Lohn für dieses Haufen Glück? Mein Liebster meinte gestern: “also dein Arsch war schon mal größer” Ja das ist so eine Sache mit dem Glück, wie meine Mutter immer sagte “ein Großer tokhes ist auch naches“.



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